Findet man keine organische Ursache - hat sich der chronische Schmerz "verselbstständigt"!

CHRONISCHE SCHMERZEN

Über 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Damit gehören die chronischen Schmerzen zu den weit verbreitetsten Erkrankungen.

Man spricht von chronischen Schmerzen, wenn die Schmerzen länger als 6 Monate andauern. Kopf- und Rückenschmerzen stellen dabei die häufigsten chronischen Schmerzen dar. Oftmals haben Betroffene eine lange Krankheitsgeschichte mit diversen medizinischen Maßnahmen sowie Therapieversuchen durchlaufen. Dabei wurde bei der Suche nach den Schmerzursachen meist keine klare organische Verursachung gefunden oder aber der Schmerz hat sich nach einer akuten somatischen Erkrankung „verselbstständigt“.

Schmerzforscher gehen davon aus, dass das Nervensystem über ein sogenanntes Schmerzgedächtnis verfügt. Bei chronischen Schmerzen werden dauerhafte Schmerzimpulse gesendet, wodurch auch benachbarte Nerven oder Fasern im Rückenmark in einen Alarmzustand geraten. Diese werden sensibler für ankommende Reize, die normalerweise keine Beschwerden verursachen würden. Wenn die medizinischen Behandlungsmethoden nicht zu einer Reduktion der Schmerzsymptome geführt haben, fühlen sich Betroffene häufig niedergeschlagen und hilflos und können depressive Symptome, Ängste, Aggressivität oder Schlafstörungen aufweisen. Lang anhaltende Schmerzen haben einen Einfluss auf Stimmung, Erleben und Verhalten, die wiederum die Schmerzwahrnehmung verstärken. Die Ursache der Manifestation chronischer Schmerzen kann somit psychobiologisch erklärt werden.

Weitere Links zum Thema chronische Schmerzen:

www.forum-schmerz.de Angebot des grünen Kreuzes

www.stk-ev.de Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie

www.schmerzliga.de Deutsche Schmerzliga

www.dgss.org Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes - u. a. Schmerzsignale Demenzkranker erkennen (Service/Archiv, BESD-Skala)

Diagnostik

Die Diagnostik dient der Erfassung der Schmerzsymptomatik sowie weiterer Problembereiche. Am Anfang biete ich ein zeitlich definiertes Gesprächsangebot an, indem ich mit dem Patienten zunächst erarbeite, ob ein intensiveres Behandlungsangebot sinnvoll und wünschenswert ist. Neben einer ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung des Patienten und evtl. der Bezugspersonen führe ich eine umfassende psychologische Diagnostik mit ggf. testpsychologischen Verfahren [Fragebögen und/oder standardisierten Interviews] durch.

Therapie

Ziel der verhaltenstherapeutischen Behandlung chronischer Schmerzen ist es negative Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, die das Schmerzempfinden aufrechterhalten oder verschlimmern. In der Behandlung werden die verschiedenen Ursachen, verstärkenden Faktoren und psychosozialen Konsequenzen berücksichtigt. Häufig kommt es dabei zu einer parallelen Behandlung von körperlichen, sozialen und psychischen Variablen. Die Behandlung chronischer Schmerzen beinhaltet Verhaltensanalysen, Selbstwirksamkeitstraining, Entspannungsverfahren, Aktivitätsregulation, Verhaltensübungen und Biofeedback.

DR. MED. J. SCHREIECK PSYCHIATER - NEUROLOGE PSYCHOTHERAPEUT

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